P S E U D Ø L Ø G I A      P H A N T A S T Ï C A

29 / 30 / 31  DEZ.  2020  &   

2 / 5 / 7 / 8 / 9  JAN. 2021

 THEATER-PERFORMANCE IM FABRIKTHEATER, ROTE FABRIK

Hier findest du die Bedeutung deiner Karte....und alle Beteiligten dieses Projekts!

UM WAS GEHTS?

Premiere: 29. Dezember- 9 Januar 2021 Fabriktheater Zürich

4./5. Februar 2012  Südpol Luzern

11/12/13 februar 2021 Schlachthaus Theater Bern

3/4. März 2021 ROXY Theater Basel

weitere Daten folgen!

In Koproduktion mit: Fabriktheater Zürich, Schlachthaus Theater Bern & Südpol Luzern

Künstlerische Leitung: Martina Momo Kunz

Spiel: Benjamin Spinnler, Martina Momo Kunz

Musik: Victor Hege

Coach/Co-Regie: Michael Finger

Szenebild: Zainab Lascandri

Bild: Claudia Popovici

Carte Blanche: Felix Felsen Iten

Öffentlichkeitsarbeit/Vermittlung: Sandra Schudel

Light: Viktors Zemeckas

Tondesign: Jonas Häni

Produktionsleitung: Thomas Péronnet

Gefördert von: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, pro helvetia

In einer Zeit, in der die Begriffe Realität und Fiktion, Echt und Fake, Lüge und Wahrheit ineinander verschwimmen, ja, eine ganz andere Dimension bekommen haben, brauchen wir mehr denn je die Fähigkeit unterscheiden und differenzieren zu können. Bei der täglichen Flut an Informationen, die besonders durch die (Sozialen) Medien auf uns einprallt, müssen wir stets die Abstraktionsleistung erbringen, den Wahrheitsgehalt für uns einzuschätzen und nach Relevanz zu sortieren.

Die Abstraktionsfähigkeit eines erwachsenen Menschen ermöglicht eigentlich, zwischen real und fiktiv zu unterscheiden. Und spielend zwischen Ernst und Spass, News und Werbung, Geschichten und tatsächlichen Ereignissen und den vielen Hybridformen hin und her zu springen und diese bewusst einzuordnen. Trotzdem besitzen wir das tiefsitzende Bedürfnis nach einer „Wahrheit“, welcher wir vertrauen können, einer verlässlichen Quelle, welche uns Orientierung und Richtung vorgibt und hilft Entscheidungen zu fällen, ge- rade in diesen Zeiten des schnellen Wandels.

Im Angesicht der komplexen Gegenwart wenden sich viele Menschen deshalb wieder vereinfachten (politischen) „Wahrheiten“ zu, die gut erzählt sind und Lösungen versprechen. Aber auch Jene, die sich dem absoluten Individualismus verschrieben haben, fernab von kollektiven Visionen oder Utopien, kämpfen mit dem inneren Drang nach einer persönlichen „Wahrheit“, einer gewissen Kohärenz ihrer Persönlichkeit, einer gut erzählten, vertrauenswürdigen, feingestrickten Geschichte, die ihre Identität in Worte und Bilder zu fas- sen vermag, sammelt und verständlich macht.

Denn um die Komplexität unseres Seins annähernd zu erfassen, brauchen wir Vereinfachungen, Verknüpfungen von Ursache und Wirkung und eine Sinn generierende Chronologie von Ereignissen: kurzum, eine gute Erzählung. Geschichten formen unsere Realität und müssen dabei gar nicht „wahr“ sein. Sie bestimmen unsere Beziehungen zu anderen Menschen, zur Gesellschaft, zu uns selber, gestalten unsere Werte: An was glauben wir im Innersten?

Während in Die schmerzfreie Gesellschaft, unserer letzten Arbeit, zukünftige und gegenwärtige, konfliktfreie Wohlfühlblasen im Fokus waren, geht es in PSEUDOLOGIA PHANTASTICA darum, das starke menschliche Bedürfnis nach unterhaltsamen und leicht verständlichen Erzählungen kritisch zu hinterfragen. Und um die Macht, mit der diese Erzählungen ausgestattet sind. Diese Macht ist ein Mittel, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zu formen, zu verändern und zu verbessern, und die allenfalls in eine gefährlich manipula- tive Richtung gehen kann.

In PSEUDOLOGIA PHANTASTICA widmen wir uns der menschlichen Imaginationskraft und wie sehr diese unsere Realität prägt. Anhand einer „echten“ Lebensgeschichte eines Hochstaplers werfen sich zwei Schauspieler*innen und ein Musiker in das Feld zwischen Lüge und Wahrheit, Gewissheit und Verlorenheit, Fiktion und Realität und zersetzen dabei ihre eigenen Lebenskonstrukte. In einem Kampf um die Definition von „Wahrheit“, der zwischen fein gestrickter Dramaturgie und absolutem Nonsense pendelt, wirft PSEUDO- LOGIA PHANTASTICA die Fragen auf, wie sehr wir uns der unterschwelligen Glaubenssätze bewusst sind, nach denen wir leben.

Zainab Lascandri- Bühnenbild und Kostüm
Sandra Schudel- Öffentlichkeitsarbeit
Benjamin Spinnler- Spiel / Co-Regie

Victor Hege - Spiel / Musik

Martina Momo Kunz - Künstlerische Leitung / Co-Regie / Spiel
Thomas Péronnet - Produktionsleitung
Michael Finger- Co-Regie / Coach
Claudia Popovici - Video / Foto
Viktoras Žemeckas aka Kuka- Lichtkonzept
Felix Felsen Iten - Carte Blanche
Jonas Häni - Soundtechnik

Wir erleben gerade, wie Realität und Fiktion miteinander verschmelzen.

Jetzt brauchen wir die Fähigkeit zu differenzieren: Wer tischt uns hier gerade was auf und wozu?

Es sind die schillernden Figuren aus der Welt der Hochstapler und Pseudologinnen, die sich nach Belieben als falsche Ärzte, Journalistinnen oder Opfer von Krankheiten ausgeben und unser Verständnis von Wirklichkeit täuschen. Von der Geschichte bis zur Insta-Story: Erzählungen prägen unsere Beziehungen zu Mitmenschen, zur Gesellschaft und zu uns selber.

In fein gestrickter Dramaturgie und absolutem Nonsense fragt PSEUDOLOGIA PHANTASTICA: Bist du dir deinen unterschwelligen Glaubenssätzen bewusst?

«Fantasy is hardly an escape from reality. It’s a way of understanding it», LAMBØRGHIÑJ TARØT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Künstlerische Leitung/Co-Regie/Spiel Martina Momo Kunz Spiel/Co-Regie Benjamin Spinnler, Martina Momo Kunz, Victor Hege  Coach/Co-Regie Michael Finger Spiel/ Musik Victor Hege Carte Blanche Felix Felsen Iten Bühne und Kostüm Zainab Lascandri Lichtkonzept Viktoras  Žemeckas aka Kuka Soundtechnik Jonas Häni Gestaltung Grafik Paola Caputo Video/Foto Claudia Popovici Öffentlichkeitsarbeit Sandra Schudel Produktion Les Mémoires d’Helène Produktionsleitung Thomas Péronnet

Stückentwicklung in Zusammenarbeit mit allen Stückbeteiligten

Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik Zürich, Südpol Luzern, Schlachthaus Theater Bern, ROXY Birsfelden 

Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung

Fabriktheater
Dauer 90 Minuten
Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch, Schweizerdeutsch

Reservationen unter fabriktheater@rotefabrik.ch